









|
|
Bildung für NachhaltigkeitDefinitionenIndikatorenProblemeRegenwälderStrategien der NachhaltigkeitZiele- Agenda 21
- Agenda 21 - Soziale Ziele
- Agenda 21 - Ökologische Ziele
- Agenda 21 - Ökonomische Ziele
- Carnoules Appell für globales Wohlergehen, 2000
- Dematerialisierung
- Faktor 10-Club: Appell von 1997
- Globale Wende: Allgemeine Schlussfolgerungen
- Globale Wende: Notwendige Schritte für den Wechsel zur Nachhaltigkeit
- Hawken/Lovins/Lovins: Öko-Kapitalismus, 2000
- Lovins/ Lovins/ Weizsäcker: Faktor 4. Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch, 1997
- Millenniumsziele (2000)
- Nachhaltiger Konsum
- Rogall: Ziele einer nachhaltigen Entwicklung, 2007
- Was ist Nachhaltigkeit?
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH: Umweltpolitische Ziele eines zukunftsfähigen Deutschlands, 1996
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH: Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt, 2008
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH: Zukunftsfähiges Deutschland. Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung, 1996
- Ziele - Was will nachhaltige Entwicklung wie erreichen?
| Agenda 21 - Ökonomische Ziele
Die Agenda 21 enthält in verschiedenen Kapiteln Formulierungen von ökonomischen Zielen. Handel und Industrie ist dabei ein eigenes Kapitel, das Kap. 30, gewidmet. Unter der Überschrift "Stärkung der Rolle von Handel und Industrie" wird die zentrale Rolle der Privatwirtschaft für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ausführlich gewürdigt.
Die Privatwirtschaft und die sie vertretenden Verbände werden dabei als wichtige Akteure für die Umsetzung der Agenda 21 anerkannt. Als Ziele werden u.a. die- Förderung einer umweltverträglichen Produktion sowie
- die Förderung einer verantwortungsbewussten Unternehmerschaft
genannt.
Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen, sind u.a.- eine Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Staat, u.a. zur Einführung geeigneter wirtschaftspolitischer Instrumente und ordnungsrechtlicher Maßnahmen oder zur Beratung und Unterstützung nachhaltig geführter Unternehmen
- längerfristige Kooperationen und Partnerschaften zwischen Unternehmen und Institutionen der Privatwirtschaft aus Industrie- und Entwicklungsländern, um umweltverträgliche Produktionstechniken einzuführen und ihre Verbreitung zu fördern
- Programme von Wirtschafts- und Industrieverbänden zur Stärkung von Umweltbewusstsein und Produktverantwortung
- Gründung nationaler Räte für nachhaltige Entwicklung der Privatwirtschaft
- Einrichtung von Risikokapitalfonds für Vorhaben der nachhaltigen Entwicklung
- Ausbildungsmöglichkeiten in umweltrelevanten Aspekten der Unternehmensführung
- Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens, insbesondere von Klein- und Mittelunternehmen, seitens internationaler Geber
- Förderung der technologischen Kapazität in Entwicklungsländern durch intensivere Forschung, Entwicklung und Anwendung umweltfreundlicher Technologien
- Förderung des Zugangs zu umweltfreundlichen Technologien zu günstigen Bedingungen.
In erster Linie soll die Privatwirtschaft diese Maßnahmen selbst umsetzen. Kapitel 2 der Agenda (s.u.) beschreibt die erforderlichen Maßnahmen zur "Schaffung dynamischer und kooperativer internationaler wirtschaftlicher Rahmen-bedingungen".
Weitere ökonomische Ziele sind z.B. enthalten in:
Kap.
| Ziel
| Unterziele
| Hintergrund / Erläuterung
| 2
| Schaffung dynamischer und kooperativer internationaler wirtschaftlicher Rahmen-bedingungen
| - Liberalisierung des Handels
- Bereitstellung finanzieller Mittel für Entwicklungsländer und zur Bekämpfung der Schuldenprobleme
- Schaffung einer Wirtschaftspolitik, die sowohl der Umwelt auch der Entwicklung zuträglich ist
| - Beteiligung der Entwicklungsländer am Markterfolg, Abbau einseitiger Handels-schranken, Kürzung ungerechtfertigter Subventionen
- mehr Mittel für die Investition in nachhaltige Entwicklungsformen
- Bestimmungen zum Schutz der Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sollen nicht zur Diskriminierung oder versteckten Handelseinschränkung führen
| 4
| Schaffung nachhaltiger Konsum-gewohnheiten
| - Schaffung von Verbrauchs- und Produktionsgewohnheiten, die zu einer Verringerung von Umwelt-belastungen bei gleichzeitiger Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse führen
- Einschränkung des verschwen-de-rischen Verbrauchs im wirtschaft-lichen Wachstumsprozess unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Entwicklungsländer
- Entwicklung nationaler Politik und nationaler Strategien, die einen Umstieg auf nachhaltigere Produktions- und Verbrauchs-gewohnheiten begünstigen
| - mehr Effizienz in der Produktion (geringerer Material- und Energieverbrauch) und Veränderung im Konsumverhalten; die Industrieländer sollen mit gutem Beispiel vorangehen
- die Grundbedürfnisse der Armen müssen gedeckt werden, die Entwicklungsländer sollen das schlechte Verhalten der Industrie-länder dabei aber nicht nachahmen
- z.B. Konsumentengesetze zur Einführung von Umweltetiketten für Produkte; Vorbildfunktion der Regierungen/Verwaltungen beim Einkauf; Einsatz von Marktsignalen wie Umweltsteuern, -abgaben; Auf-klärung und Informationskampagnen
|
|